18. Dezember – Nüsse für den Boten

18. Dezember – Nüsse für den Boten

Das Eichhörnchen ist ganz schön schlau, es holt sich auch Nüsse bei den Timpelfaxen, nicht nur in unserem Vogelhaus. Aber wer weiß, der Winter ist noch lange. Da soll jeder genug haben. Das Eichhorn nimmt die Nüsse vielleicht mit in seinen Kobel, oder es vergräbt sie unter einem Baum und dann findet es sie nicht mehr. Wie gut, dass es die Timpelfaxe gibt. Die haben immer ein Auge auf die Tiere. Sie füttern die Vögel und das Eichhorn, sogar für die Wildschweine bringen sie manchmal Futter in den Wald, wenn es gar so kalt wird. Nur die Rehe, die füttert der Förster. Der hat ein geheimes Abkommen mit den Timpelfaxen, denn Rehe und Hirsche die sind dann doch zu groß für die Timeplfaxe.

Oder was denkt ihr?

Krippe nach Maß…

Krippe nach Maß…

Alles fing damit an, dass in einer Familie ein Krippenstall weiter gegeben wurde. Eine reizende Kundin fragte mich, ob ich passend zum Krippenstall die Figuren erarbeiten könnte. Und so kamen die Krippenfiguren aus der Werkstatt der Wollwerkerin erst in ein Paket, dann in den Adventskalender der Familie und nun stehen sie im Krippenstall, der schon viele Kinderherzen froh gemacht hat.

Vielen Dank an Franziska Tscherter für die liebevollen Fotos und die fröhlichen Zeilen!

17. Dezember – Wagemut

17. Dezember – Wagemut

Der kleine Herr Timpelfax hat dem großen Herrn Timpelfax einen gehörigen Schrecken eingejagt. Es gibt Timpelfaxe die sind sehr behutsam und vorsichtig. Und es gibt die Timpelfaxe, die können behutsam sein und dann aber wieder wagemutig, also so gar nicht vorsichtig. Die Vorsichtigen denken immer erst über die Risiken nach. So einer ist an manchen Tagen, der große Herr Timpelfax. Für den kleinen Herrn Timpelfax ist das dann schon nicht ganz einfach, denn er will auch mal was wagen und nicht darüber nachdenken, was sein könnte. Mit seinem wunderbaren Selbstvertrauen landet er nicht nur in unserem Adventskalender, er saust auf seinem Schlitten auch mal den Hügel hinterm Timpelhaus hinunter. Beim dritten Mal hat der große Herr Timpelfax ihn bei seinem Treiben entdeckt und ist sehr erschrocken.

Abends haben sie am Ofen gesessen, Tee mit Honig getrunken und sich dabei über Vorsicht und Wagemut unterhalten. Mut, ja Wagemut, und Vorsicht gehören zusammen. Wie gut, dass die beiden so unterschiedlich sind, denn dadurch traut sich der große Herr Timpelfax morgen mit auf den Schlitten und der kleine Herr Timpelfax verspricht, immer vorher Bescheid zu sagen.

16. Dezember

16. Dezember

Heute ist Plätzchenbacktag im Timpelwald. Wenn ich den kleinen Herrn Timpelfax richtig verstanden habe, dann backen heute alle Waldbewohner Plätzchen, also alle. Auch die, die keinen Ofen haben.  Die bringen ihre Bleche dann zu einem Nachbarn mit Backofen. So wird alle Wärme gut ausgenutzt und man hat noch Zeit für Tässchen Hagebuttentee. So backt jeder seine Sorte, weil er die am besten kann. Ja und am Ende findet ein Plätzchen-Tausch-Treffen statt. So haben dann am Weihnachtstag alle sehr viele verschiedenen Geschmäcker auf dem Teller. So können alle zusammen feiern und sind doch daheim…

Habt ihr ein Lieblingsrezept, dass unbedingt jedes Jahr auf den Plätzchenteller muss? Wir lieben ja Spritzgebäck nach einem Rezept der Großmutter. Die Timpelfaxe lieben Honigkuchen gefüllt mit Hagebuttenmarmeldade. Und ihr…

15. Dezember

15. Dezember

Heute macht sich der große Herr Timpelfax auf den Weg, um die Weihnachtspost zu verteilen. Der kleine Herr Timpelfax beschreibt mir ganz genau seine Route. Der Weg führt vorbei am Hagebuttenstrauch, durch das Pilztal, er führt hinauf auf den „Weitblick-Hügel“, weiter geht’s am Timpelbach entlang bis zum Baumhaus der Eule. Hier kann der Herr Timpelfax Rast machen, ein Schwätzchen halten und nebenan die Mürmelchen besuchen. Kurz vor dem Waldtor kommt er zur großen Eichhörnchen-Post. Hier kann er seine Weihnachtspost abgeben und gleich nebenan im „Tante-Timpelfax-Laden“ noch Schokolade kaufen. Schokolade können Zwerge nämlich nicht selbst machen und weil die Maus so viel Schokolade genascht hat, muss der große Herr Timpelfax nun fürs Plätzchenbacken Schokolade besorgen. Auf dem Rückweg geht er noch beim Imker-Timpelfax vorbei und bekommt einen Krug Honig. Da hat er nicht schlecht zu schleppen der Herr Timpelfax. Ein wenig Magie würde vielleicht helfen, denke ich. Doch Timpelfaxe nutzen Magie nur, wenn es nicht anders geht – und Gehen geht auch ohne Magie, meint der kleine Herr Timpelfax. Er kann fast hören, wie er kichert…

14. Dezember – nur eine Postkarte

14. Dezember – nur eine Postkarte

Heute lag eine klitzekleine Postkarte im Vogelhaus. Aha, die Herren haben was anderes zu tun als jeden Tag einen Brief zu schreiben, dachte ich so bei mir und sie wurden mir noch sympathischer. Es geht ihnen dann schon auch manchmal so wie uns, viel zu tun und die Zeit fliegt dahin. „Wir sind bei der Weihnachtspost, liebe Bewohner aus dem Haus am Wald. Deshalb erst morgen wieder ausführliche Zeilen! Timpelfax-Grüße P.S. Komm doch mal wieder zum Tor im Wald!“

Auf der Vorderseite der Karte kann man erkennen, wie die beiden ganz konzentriert an ihren Briefen arbeiten. Sie scheinen sich die Worte gut zu überlegen. Weihnachtspost, ich werde sie mir zum Vorbild nehmen, die beiden und mich auch an die Weihnachtspost begeben… und zwischendurch das Tor im Wald suchen!

13. Dezember – Maronensuppe

13. Dezember – Maronensuppe

Jetzt wären sie ja am 3. Advent wieder unter sich, die Herren Timpelfax, nachdem die Mürmelchen heimwärts gezogen sind. Doch sie wären nicht Timpelfaxe, wenn sie nicht wieder Besuch eingeladen hätten. Heute haben sie für die Gans Maronensuppe gekocht. Die Gans einzuladen und zu bewirten hat viele Vorteile. Die Ganz ist die „Tageszeitung“ vom Timpelwald. Sie kennt alle Gerüchte, weiß, wer gerade mit wem zusammen war, wer wann welches Fest feiert und warum die Eule mit der Elster wieder Streit hatte. Wenn sie am Abend nach Hause zurückkehrt, dann kann sie jemand anderem im Timpelwald die Geschichte vom Mürmelchen erzählen.

Seit Alters her sind die Gänse die wachsamen, die aufmerksamen Geschichten-Beobachterinnen und Erzählerinnen. Sie erfindet zwar oft und gerne ein klitzekleines Bisschen dazu, aber das stört niemanden, denn so wird ein Tag mit der Gans immer ein herrlich unterhaltsamer Tag.

Wie ist das eigentlich bei uns Menschen?  

Rezept für eine Maronensuppe nach Art der Timpelfaxe

1 Teelöffel Zucker wird mit 50 ml. Apfelsaft karamellisiert und etwas eingedickt. Dazu gibt man zwei in Würfel geschnittene Kartoffeln und 200 Gramm kleingeschnittene Maronen. Beim Ankochen immer etwas Gemüsebrühe aufgießen (insgesamt 400ml) Wenn alles weichgekocht ist, dann wird die Suppe abgeschmeckt mit Salz, Zimt, Piment, Sternanis und vielleicht Kardamom. Zum Schluss wird die Suppe passiert und mit Sahne – etwa 50 ml – verfeinert.

Lecker, sagt die Gans!

12. Dezember – vom Loslassen…

12. Dezember – vom Loslassen…

Da geht man mit dem Besen vor die Tür, um einen Weg frei zu machen für den erwarteten Sonntagsbesuch und dann das. Aus dem Wald kommen dem großen Herrn Timpelfax 2 Mürmelchen entgegen. Sie sehen ziemlich bedrückt aus und rufen schon von Weitem: „Hallo, großer Timpelfax, habt ihr vielleicht unser Kind gesehen?“ Und bevor sie lang und breit erklären müssen, wie das kleine Mürmelchen abhandenkommen konnte und sich weiter Sorgen machen müssen, ruft er ihnen zu, dass es bei ihm in Sicherheit ist. Ihr könnt euch sicherlich vorstellen, wie groß die Freude und Erleichterung bei den Eltern vom Mürmelchen-Kind war.

Nur der kleine Timpelfax war dann doch ein wenig traurig. Er hat das kleine Wesen richtig ins Herz geschlossen und mit ihm zu spielen hat riesigen Spaß gemacht, vor allem weil es viel mehr Unsinn im Kopf hat als der kleine Timpelfax. Irgendwie wäre es ihm ganz recht, wenn die Eltern noch was zu erledigen hätte oder so…

Da hilft alles nichts, er wird den Spielkameraden loslassen müssen. Der freut sich nämlich über das Wiedersehen mit seinen Eltern und die Eltern sich über den neuen Schal und darüber, dass alles gut ausgegangen ist. Alle versprechen einander, dass man sich bald gegenseitig besuchen wird. Und das glaube ich ganz fest, kleiner Timpelfax. Wenn man jemand lieb hat, dann hält man ihn nicht fest, weil wahre Freundschaft nur gedeihen kann, wenn man den anderen nicht für sich alleine haben will.

Ihr könnt bestimmt bald wieder gemeinsam Unsinn ausdenken! Und wir sind sicherlich gespannt, wer morgen wohl zu Besuch kommt.

11. Dezember – von Mürmelchen und vom Unsinn

11. Dezember – von Mürmelchen und vom Unsinn

Der kleine Herr Timpelfax schreibt mir heute nun, dass Mürmelchen kleine pelzige Wesen sind, die im Timpelwald leben. Ein ausgewachsenes Mürmelchen wird fast so groß wie ein Timpelfax, kann sich genau wie die Zwerge mit fast allen Lebewesen im Timpelwald unterhalten und hat wirklich viel Unsinn im Kopf. Sie leben in Baumhöhlen meist im Familienverband. Sie passen wirklich gut auf ihre Mürmelchen-Kinder auf, weil sie ja wissen, wieviel Unsinn man sich ausdenken und umsetzen kann. Trotzdem passiert es immer mal wieder, dass ihnen eines davon wuselt und nicht mehr nach Hause findet. Da ist es gut, dass sie im Timpelwald leben, denn die Timpelfaxe sind sehr fürsorglich und hilfsbereit. Das gehört eben zu ihrer Zwergennatur. Sie sind dem Leben zugewandt. Sie selbst schöpfen viel Kraft daraus, sich umeinander zu kümmern aber eben auch für das Leben drumherum aufmerksam zu sein und helfend einzugreifen, wo es Not tut.

Unser Mürmelchen-Kind hat sich schon richtig gut eingelebt bei dem kleinen Volk. Es spielt mit dem kleinen Herr Timpelfax fröhlich in der Stube herum, während der große Herr Timpelfax einer Leidenschaft nachgeht. Er strickt so gerne. Das kleine Mürmelchen hat ja noch ein dünnes Kinderfellchen, da kann es einen Schal gut gebrauchen. Und so wird es wohl ein geruhsamer Tag werden. Das muss ja auch mal sein.    

10. Dezember – das Mürmelchen

10. Dezember – das Mürmelchen

Heute hatte der Brief kleine Wassertropfenflecke, da musste ich schon ein wenig herumrätseln. Auch Zwergentinte ist nicht ganz wasserfest. Hmh, also hoffe ich mal, dass ich euch keinen Unsinn weitergebe. 

Wie wir ja erfahren haben, hat der große Herr Timpelfax im Schnee ein Mürmelchen-Kind gefunden und mit ins Haus genommen. Das kleine Kerlchen war ganz verfroren und hat immer wieder nach seiner Mama geschluchzt. Das war wohl ziemlich aufregend für den Herrn Timpelfax und ich dachte, er hätte vielleicht das eine oder andere Tränchen vergossen, weil ihm das Mürmelchen so leidgetan hat. Aufgeregt waren die beiden Herren schon, denn sie haben sich große Sorgen um das kleine Kerlchen gemacht. Schneeklumpen im Fell, hungrig und eisekalt, da muss man schauen, dass es schnell wieder warm wird und sich nur nicht erkältet. Die Herren Timpelfaxe haben sich beraten und der kleine Herr Timpelfax hat ein warmes Bad vorbereitet und der große Herr Timpelfax hat einen Kräutertee aufgebrüht für das Mürmelchen. Das aber fand die Idee mit dem Bad erst mal ganz blöd. Scheinbar kennen Mürmelchen keine Badewanne und es hat sich erst einmal richtig gesträubt. Tja, und als es langsam wieder warm wurde und sich eingewöhnt hatte im Badewasser, da hat es das getan, was Mürmelchen gerne tun, schreibt der kleine Herr Timpelfax. Es hat nämlich lustigen Unfug gemacht, geplatscht und gespritzt und so kam es, dass das Briefpapier nass wurde – also keine Tränen. Jedenfalls scheint es dann noch ein fröhlicher, herzerwärmender Abend geworden zu sein. Das Mürmelchen hat noch ein Stück vom Mäuse-Besuch-Kuchen bekommen und weil alle dann redlich müde waren, gingen sie schlafen. Wir müssen wir wohl bis morgen warten, um zu erfahren was Mürmelchen eigentlich sind.