Hirten an der Krippe
Ich habe mich schon oft gefragt, was es damit auf sich hat, dass vor allen anderen die Hirten an der Krippe stehen konnten und warum mir diese Besucher immer so sehr gefallen. Es gibt so viele kluge Erklärungen, theologische, soziologische, soziokulturelle und bestimmt auch historische Begründungen.
Für mich sind sie vor allem anderen sehr aufmerksame, nicht vom Trubel der Städte abgelenkte Menschen. Sie passen auf ihre Tiere und auf einander auf, sie sind dort draußen auf den Weiden empfänglich für das Außergewöhnliche, können Botschaften hören, für die wir gar keine Ohren mehr zu haben scheinen. Sie kennen die Natur und lesen die Veränderungen ganz genau. Vielleicht sind sie neben Maria die sensibelsten Menschen an der Krippe, auch wenn sie ein raues Leben führen. Und dann sind da noch die Schafe, die mir als Filzerin besonders nahestehen. Deshalb gehören zu einer Krippe immer Hirtinnen, Hirten und Schäferinnen – denn ich bin mir sicher, dass auf dem Feld Männer wie Frauen ihre Tiere hüteten. Bis bald und einen schönen Sonntag noch.
Mit meiner Laterne…
Zu den zauberhaften Erinnerungen meiner Kindheit gehören die Abende, an denen ich mit einer Laterne ausgestattet, Sankt Martin auf dem Pferd folgen durfte. Ich mochte die Atmosphäre, die entstand, wenn viele gemeinsam singend und leuchtend durch die Straßen zogen.
Als meine Kinder so weit waren, wurden diese Umzüge leider oft zu einem Event für die Erwachsenen, die den Laternenzug der Kinder eher als Anlass für sich betrachteten, statt singende oder stille Begleitung für ihre Kinder zu sein. In den ersten Schuljahren liefen dann die Kinder allein mit ihrer Lehrerin und den Patenschülerinnen aus der 8. Klasse durch die Straßen und meine Kinder kamen – von Licht und Gemeinschaft ganz berührt – zurück. Ein Erlebnis für sie allein. Etwas, was man erzählen kann, was man tagelang nachspielen kann…
Wann haben wir eigentlich verlernt unseren Kindern solche Momente ganz eigener Erfahrungswelten zu lassen? Wann haben wir verlernt in Gemeinschaft mal still zu sein, anderen wirklich zuzuhören und über ihre Wahrnehmungen zu staunen?
Ich wünsche euch lichtvolle Abende und Laternenfeste, die diesen Titel auch verdienen!
So beginnt es…
Wenn eine Krippe entsteht. Ich beginne immer mit Maria und dem Kind in der Krippe damit sich alles harmonisch ineinanderfügt und gut abgestimmt ist. Nicht nur bei der Bearbeitung der bestellten Krippen, sondern auch im Krippen-Filzinar – dem Live-Onlinekurs zur Erarbeitung einer Krippe – beginnen wir mit dem Jesuskind und Maria! Am ersten Advent sollen Maria und Josef mit ihrer Reise beginnen können und sollen bis dahin bereitstehen. Über die weiteren Figuren erzähle ich euch etwas in den Kommenden Tagen. Bis dahin wünsche ich einen guten Wochenstart!
Zwerge und mehr
Gerade verabschieden sich die vielen Zwergenfamilien und Kastanienwichtel, die im September und Oktober an gemütlichen Filzinar©-Abenden entstanden sind. Sie wandern auf die Jahreszeitentische und werden zwischendurch sicherlich den St. Martin begrüßen. Immer wieder macht es mich sehr fröhlich und stolz, was alles entstehen kann, wenn wir gemeinsam Schritt für Schritt die Wollwesen wachsen lassen. Immer wieder lese und höre ich, wie gut es ist, feste Termine zu haben. Ohne feste Verabredung mogelt sich oft der Alltag zwischen uns und unsere kreativen Wünsche.
Gerade bereite ich die Materialkisten für das Krippen-Filzinar vor. Noch sind wenige Plätze frei.
Hagebuttenherbst
Hagebutten im Herbst
Ich bin mir ja bis heute nicht sicher, ob das berühmte Lied „ein Männlein steht im Walde“ wirklich für die Hagebutte steht. Sicher bin ich mir aber, dass diese Farbkombination uns alle sehr erfreut. Rote Hagebutten inmitten von herbstlich grünem Laub sehen mit und ohne Sonnenlicht herzerwärmend aus.
Ich habe mal versucht, diese Stimmung in Wolle umzusetzen. Kleine Hagebuttenfrüchten, die sich an Zweige hängen und auch eine ganze Hagebuttenfamilie stimmen den Jahreszeitentisch mit warm-leuchtenden Rottönen immer mehr auf den Herbst ein.
Ab Morgen findet ihr die Hagebutten im Shop.
Waldkindergarten
Wer kleine Kinder oder kleine Enkelkinder hat, erlebt dieser Tage wie sich das anfühlt, die Kleinen in die Krippe oder den Kindergarten zu bringen. Manch kleines Menschlein geht neugierig und begeistert dorthin, wo viele Kinder spielen. Manch ein Kind hat zu Beginn große Scheu und mag dann doch gar nicht mit nach Hause. Es gibt leichte und schwere Tage, fröhliche und traurige. Sich in soziale Gemeinschaften einzufinden, dort Beziehungen zu knüpfen ist so wichtig für die Kleinen. Ich erinnere mich dunkel an meine Kindergartenzeit – da waren die Erwachsenen noch Kindergärtnerinnen und wurden mit Fräulein angesprochen und wir mussten uns brav aufstellen. Bei meinen Kindern erinnere ich mich wohl an das Auf und Ab, die erste Begeisterung und dann die Begegnung mit einem energischeren Kind. Prompt war der Kindergarten doof.
Die größte Herausforderung für mich war und ist das Loslassen. Zuzulassen, dass ein „fremder“ Mensch mein Kind begleitet, betreut, erzieht, das war schon schwer. Jede Träne wurde im Auto noch einmal geweint. Ich glaube, Eltern fragen sich oft, ob es gerade heute das Richtige ist oder ob diese Einrichtung für mein Kind gut ist… Wie ging oder geht es euch damit?
Da ist es doch leichter, sich einen Waldkindergarten zusammen zu stellen.
Kastaniennachschub
Gestern war ich kurz in Berlin unterwegs – in einer Straße mit ganz viel altem Baumbestand. Jeder zweite Baum ist eine Kastanie und als meine Töchter klein waren, haben wir dort Kastanien gesammelt. Klar war mal eine verkratzt oder von einem Auto überrollt – aber immer gab es für all die kleinen Sammler genug Kastanien. Gestern sah ich nur viel braunes Laub und sehr wenig Früchte.
Dieses Jahr war nur bedingt gut für die Bäume – unser Quittenbaum und unser Apfelbaum tragen mehr Früchte als je zuvor – aber den alten Stadtbäumen hat der Sommer schon zugesetzt.
Um so wichtiger scheint es mir, die gesammelten Kastanien durch gefilzte zu ergänzen. Was denkt ihr darüber?
P.S. Morgen gibt es wieder zwei neue Kastanienfamilien im Shop!
So nach und nach…
So nach und nach füllt sich der Shop mit Herbstfiguren. Neben Zwergen könnt ihr in den nächsten Tagen Hagebutten, Herbstkinder, Kastanien und Kürbiswesen kennen lernen und zu euch einladen. Darüber hinaus wird in der Werkstatt wird schon fleißig für die kommenden Adventszeit gearbeitet. Muss sein, die Zeit vergeht so schnell.
Seid gespannt…
P.S. Diese Herrschaften sind bereits unterwegs zu einem Jahreszeitentisch im Süden – es entsteht gerade noch eine kleine Gruppe…
Da fehlt doch noch einer…
Nach und nach sollten ja alle Mitwirkenden der Familie Zwergen hier vorbeischauen, damit ihr sie kennen lernen könnt. Hier zeigt sich heute der Vater Zwerg. Er war wohl auf Reisen und konnte nicht früher kommen. So ist das, wenn man sich mit der Zwergenmutter die Verantwortung für die Familie teilt. Man hat dann einfach verschiedene Aufgaben. Aber heute hat er Zeit mit einem seiner Kinder ein paar Naturbeobachtungen zu machen. Kennt ihr das? Kinder schauen so gerne zu, wenn Ameisen arbeiten oder sich ein Käfer langsam den Baum hinaufarbeitet. Sie geben den neu entdeckten Wesen Namen und manchmal wollen sie die Tiere auch mit nach Hause nehmen. Na, das wird der Vater schon verhindern, denn eigentlich leben diese Tiere am besten in ihrem eigenen Lebensraum. Im Zwergenhaus findet sich bestimmt ein schlaues Buch, in dem man dann noch mehr über die Tiere erfahren kann. Und wie ist das bei euch?
Tatendrang am Wochenende
Zwergenkinder sind wie unsere Menschenkinder voller Neugierde, Tatendrang und Energie. Man weiß nie genau, was sie so treiben und worauf sie gerade Lust haben. Deshalb können sie auf dem Jahreszeitentisch jeden Tag etwas anderes unternehmen und anstellen. Habt ihr das auch schon beobachtet?
Auch wenn sich solche Beobachtungen nicht auf Anhieb einstellen, können Zwerge im Herbst uns Stubenhocker nach draußen locken. Ich erinnere mich an Spaziergänge mit dem Großvater, der mir die Tore zu den Zwergenhäuschen zeigte, Moosbettchen baute und mir die Geschichten von den kleinen Leuten erzählte. Diesen Schatz hüte ich bis heute in mir! Macht euch auf doch auch mal auf die Suche.
Wer wenig Zeit hat, um sich in meinem Onlinekurs eine Zwergenfamilie am heimischen Tisch selbst zu erschaffen, kann sich eine solch eine Runde auch direkt nach Hause einladen – schau doch mal im Shop vorbei!