Muttertag – ein Tag wandelt sich!

Muttertag – ein Tag wandelt sich!

Kurz vor dem Muttertag habe ich gelesen, dass die Blumensträuße und Schokoladenpräsente ausgedient hätten. Ein wenig verwundert war ich dann doch, als ich am Samstag kurz noch Milch und Eier besorgen musste. Lange Schlangen vor der Supermarktkasse – Blumen und Pralinen fehlten in kaum einem Einkaufswagen. Vielleicht sind Mutter-Kind-Beziehungen „konservativer“ als man so gemeinhin denkt und der Spruch:“ Du sollst mir doch nichts schenken!“ macht den Kindern die Wahl des Präsents auch nicht leichter. Nun kann man gerne die bewährte Konsumkritik hervorholen, kann den Familien vorschlagen, dass sie den Tag anders begehen könnten… Muss Frau aber nicht.

Denn wisst ihr was? Ich bin 64 Jahre alt und habe 2 Töchter, die beide Mitte 20 sind und habe jedes Jahr „neue“ Kinder erlebt und mit ihnen den Muttertag verbracht. Es gab Zeiten, da wussten sie gar nichts mit diesem Tag anzufangen und ich fand, dass die beiden als Geschenk nicht zu toppen waren. Heute ist das immer noch so – weil ich sie Jahr für Jahr neu erlebe. Sicherlich nicht nur am Muttertag, aber ganz konzentriert an diesem Tag. Ihr Wachsen, ihre Wandlungen und Entwicklungen sind ein ganz besonderes Geschenk im Leben – nicht nur von Müttern, die sich auch wandeln und entwickeln. Ich finde, es wird Zeit, dass wir Menschen ihren Weg und ihre Art zu feiern zugestehen und nicht immer alles werten oder als aus der Zeit gefallen bewerten.

Eine Schriftstellerin, deren Name ich leider vergessen habe, hat einmal geschrieben, dass Mutterschaft den Raum für Kreativität blockiert. Heute weiß ich, dass das nicht stimmen kann. Ohne meine Töchter hätte ich meiner Kunstlehrerein geglaubt und die Finger von der „Kunst“ gelassen. Ohne meine Kinder wären mir die Menschen, die mir die Wolle als Medium und Material nahegebracht haben, nicht begegnet. Was für ein Muttertags-Geschenk! DANKE

Welche Wege haben eure Kinder euch eröffnet?

Wochenende in Sicht

Wochenende in Sicht

Nicht nur dieser kleine Piepmatz ist am Dienstag im Verlauf des Filz-Stammtischs entstanden. Gut gelaunte Teilnehmerinnen haben sich ausgetauscht und dabei sind 14 kleine Rotkehlchen entstanden – von Nord bis Süd und von West bis Ost. Wenn es eine Rotkehlchen-Collage gibt, dann zeige ich sie euch! Der nächste Stammtisch findet am 2. Juni statt. Das Thema stelle ich zu Beginn der kommenden Woche vor!

Jetzt erst einmal ein schönes Wochenende und einen fröhlichen Muttertag!

Einladung zum virtuellen Filz-Stammtisch

Einladung zum virtuellen Filz-Stammtisch

Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start in den Mai.⁠
Es heisst ja, “alles Neue macht der Mai” und deshalb hab ich schon vor einigen Wochen mit Filzinar-Teilnehmerinnen besprochen, dass wir uns einmal im Monat zu einem virtuellen Stammtisch treffen wollen. Wer einmal an den regelmäßigen Filzabenden teil genommen hat, vermisst die ruhige und entspannte Atmosphäre ein wenig. Durch viele Rückmeldungen und Gespräche haben wir dann zusammen die Idee des Stammtisch-Abends entwickelt. Heute habe ich nun die Einladungen verschickt. Ich freue mich so auf das Wiedersehen. Ach ja, wen die Einladung noch nicht erreicht hat, bitte melden!⁠
Mal was ganz anderes…

Mal was ganz anderes…

„Kurs aufnehmen“
Vor vielen Jahren hatte ich einen Segelkurs. Wir wurden von einem sehr versierten und erfahrenen Segler unterrichtet. Tatsächlich habe ich die Prüfungen bestanden. Wir hatten viel Freude, es wurde gelacht, was uns nicht davon abgehalten hat, ernsthaft an Theorie und Praxis zu arbeiten. Mir machte die Navigationsprüfung Kopfweh. Der Kursleiter hat es in wenigen Stunden geschafft, dass sich mir die Geometrie erschlossen hat, die Befürchtungen schwanden und ich konnte einigermaßen sicher in die Prüfung gehen. Seine Handreichungen zum Thema habe ich bis heute nicht vergessen. Ich kann Kurs aufnehmen.
Warum erzähle ich das?
Seit über 30 Jahren bin ich in der Erwachsenenbildung tätig und heute fest überzeugt, dass hohe Fachkompetenz der Vermittelnden nicht zwangsläufig zum Lernerfolg der TeilnehmerInnen führt. Menschen zu befähigen, ihnen etwas Neues beibringen, ist eine besondere Art Handwerk. Im Laufe meiner eigenen Lernhistorie wuchs in mir der starke Wunsch, herauszufinden, was eine pädagogische Situation erfolgreich macht. Nach dem Motto „Such nicht nur nach Theorien, sondern schau hin, was machen erfolgreiche Trainerinnen, Lehrerinnen und Kursleiterinnen“ sammelten sich im Lauf der Jahre einige, oft auch verblüffende Erkenntnisse. Dadurch
entstand eine Kombination aus ausgewählten Theorien und ganz viel Praxis.
Es ist möglich, über die eigene Intuition hinaus Kompetenz zu erwerben, die das Vermitteln von Wissen und Fähigkeiten professionalisiert. Außerdem denke ich, dass das Reflektieren der eigenen Handlungen im Kreis von Menschen mit ähnlichen Zielen immer hilfreich ist.
Wer also im kreativen Kontext, wer im Handwerk unterwegs ist und sein Grundlagenwissen an andere weitergeben möchte, wer das Bedürfnis hat, mehr über das Leiten von Kursen zu erfahren, der ist eingeladen, selbst „Kurs aufzunehmen“. Das entstandene Konzept ist ein „Train the Trainer“ – Konzept, das nicht auf einen speziellen Kunst- oder Kunsthandwerksbereich fokussiert ist.
Es sollen Fragen bearbeitet werden wie z.B.
was kann man tun, um möglichst effektiv zu arbeiten,
wie verhindere ich Über- oder Unterforderung,
wie biete ich Struktur an, ohne Freiraum einzuengen,
wie ermutige ich die individuelle Kreativität der Teilnehmenden und vieles mehr.
Eine weiter zentrale Aufgabe von „Kurs aufnehmen“ ist die Beantwortung der Frage, wie wir uns selbst wahrnehmen, wenn wir einen Kurs leiten und wie wirken wir auf die Teilnehmer? Dazu dienen Übungen, die wir auf Video aufzeichnen. So können zukünftige Kursleiterinnen sich selbst erleben und analysieren. Entsprechende Rückmeldungen aus der Gruppe sind erfahrungsgemäß sehr aufschlussreich.
Weitere Aspekte professionellen Handelns, wie z.B. der Umgang mit kritischen Situationen im kreativen Kursgeschehen und die professionelle Handhabung betriebswirtschaftlicher und rechtlicher Aspekte, die in und um Kurse herum zu beachten sind, gehören unbedingt dazu.
Zum Abschluss der Weiterbildung soll jede angehende Kursleiterin ein eigenes Kurskonzept entwerfen und dokumentieren. Diese Arbeit vertieft die Inhalte und begründet die Gelegenheit, neue Fragen zu klären, Feedback für die eigenen Überlegungen zu bekommen und nicht zuletzt Wertschätzung für das eigene Konzept zu erfahren.
Ich denke gerade darüber nach, was gewesen wäre, wenn ich nicht dieses Erlebnis im Segelkurs gehabt hätte. Haben Sie nicht auch Lust, mal so einen AHA-Kurs zu erleben und später solche Workshops anzubieten?
Ein neuer Start ist möglich in Soltau ab dem 4.07.22
Nur noch 2 Plätze frei
Bienen kommen selten allein

Bienen kommen selten allein

Schon im vergangenen Jahr hatte ich die Idee, Bienen zum Mittelpunkt auf dem Jahreszeitentisch zu machen. Gedacht – getan. So entstand ein Filzinar© zum Thema Bienen, in dem ich mit den Teilnehmerinnen 2021 vom Bienenbaby bis zur Königin ein kleines Bienenvolk erarbeitet habe. Auch in diesem Jahr werden wieder kleiner Völker gegründet. Ab Mittwoch wird fleißig gefilzt, genadelt, gewickelt und auch nass gefilzt, damit wir den so wichtigen Bienen und Hummeln einen Platz auf dem Jahreszeitentisch und in unserem Bewusstsein geben können. Ich freue mich auf meine Teilnehmerinnen und vielleicht wandert die eine oder andere Biene ja anschließend in den Shop.

Summende Grüße

Osterzeit…

Osterzeit…

Ein frohes Osterfest und eine sonnige Osterzeit wünsche ich. Für mich ist es immer erstaunlich, wie viele Menschen ihre Osterdeko schon kurz nach den Feiertagen zu Seite räumen, dabei währt die Osterzeit bis Christi Himmelfahrt. 40 Tage, um Farbe, Wachstum und üppiges Werden zu beobachten und zu genießen. Manchmal wünschte ich mir, wir würden uns einfach mehr Zeit lassen – nicht zuletzt um kreative Impulse in Tat umzusetzen.

Grüße aus der Werkstatt

Frühling auf der Uhr…

Frühling auf der Uhr…

Dieses Wochenende erwartet uns wieder einmal die Umstellung auf Sommerzeit. Bei mir führt das regelmäßig zu großen Problemen. Ich weiß ja nicht, wie es euch ergeht – mir jedenfalls fehlt die eine Stunde körperlich sehr und ich brauche bis zu 2 Wochen, um wieder in einen guten Rhythmus zu kommen – in einen Frühjahrs-Rhythmus ohne Schlafmangel.

Der Frühling ist eine herrliche Jahreszeit. Die Natur zeigt uns, wie Erwachen geht, zeigt uns, wo überall Leben steckt. Jedes und jedes Jahr wieder fasziniert mich das Sprießen und Keimen. Wie aus dem kleinsten Samenkorn Tag für Tag eine eigenständige Pflanze wird, die sich verwurzelt und dabei immer auch an Kraft und Höhe gewinnt – das ist die Metapher für uns alle. Wir brauchen Wurzeln, wir brauchen Halt und Grund damit wir aufrecht stehen, ja auch wachsen können. Die Pflanzen haben es besser als wir, sie leben im Rhythmus der Natur, mit Sonnenauf- und untergang und nicht mit einer Zeit, die so manipulierbar scheint, dass jeder sich eine Zeit nach „energiepolitischen“ Notwendigkeiten zurechtschiebt. Ich denke an die kleinen Kinder, die morgens – wegen Stundendiebstal – müde in der Schule sitzen oder im Kindergarten plötzlich überdrehen. Wir schaffen das schon, alles klar – dennoch finde ich, es wäre manchmal besser, wenn wir nicht immer an allem herumexperimentieren würden, wir Menschen.

Deshalb lassen wir die Birken tanzen – zauberhafte Ergebnisse des Blütenkinder-Filzinars!

Ein schönes Wochenende wünsche ich!

Hase im Ei

Hase im Ei

Der Osterhase hat ganz viel Verstärkung bekommen am Wochenende. Mit Hilfe dieser kleinen Truppe sind an verschiedenen Orten Deutschlands kleine und große Hasen entstanden – und Hasenversteckeier! So ein Wochenende ist zwar immer wieder für alle Beteiligten eine kleine Herausforderung – aber eben auch eine Bereicherung. Ein alter Professor hat mal gesagt, mach einen Menschen klug – den bekommst du nie wieder dumm… Der Satz ist sicherlich etwas plump und doch so wahr. Wer etwas gelernt hat – egal auf welchem Weg – der kann das aus sich heraus immer weiterentwickeln.

Das nächste Wochenend-Filzinar „Pilzhaus als Spielzeug“ findet am 1. und 2. April statt. Noch sind ein paar Plätze frei. Anmeldung formlos über Kontakt

In 4 Wochen ist Ostern

In 4 Wochen ist Ostern

Ostern ist nicht mehr fern und ich frage mich gerade, wie man in Osterstimmung kommen kann. Fasten, viel an die frische Luft gehen, lesen und alles aufschreiben, was einem durch den Kopf geht? Alles zugleich oder nacheinander? Lieber eines nach dem anderen…

Die Gedanken wandern lassen, das kann ich auch in dieser Zeit am besten, wenn unter meinen Händen etwas entstehen will. Dieser kleine Hase zum Beispiel sitzt nicht nur Modell heute Abend für das Hasen-Filzinar. Mit ihm habe ich viel über Warten können und Zuversicht nachgedacht. Osterzeit eben…

Gemeinsam …

Gemeinsam …

Gemeinsam!  10 Teilnehmerinnen sind gestern mit mir auf der Suche nach Glück gewesen. Wir haben das Filzen des Glücksklees erarbeitet und nicht nur das. Im gemeinsamen Tun und dem Austausch über die Arbeiten liegt so viel Frieden und Glück. So ein Filzinar ist eben nicht nur ein Filzkurs, es ist der Raum für Begegnung, Gespräch und Kreativität. Man kann nur dankbar sein für jede freie und friedliche Zusammenarbeit. Gemeinsam eben!