Einladung zum Krippen-Filzinar

Einladung zum Krippen-Filzinar

Am 3.11.2021 beginnt das Krippen-Filzinar.

An 5 Abenden filzen wir gemeinsam alles, was man für die Wanderung des Heiligen Paares zur Krippe so braucht und natürlich kommen die Tiere, die Hirten und Könige nicht zu kurz.

Wir erarbeiten gemeinsam Maria und Josef, Ochs und Eselchen, Schäfchen, einen Engel, natürlich das Jesuskind und bereiten die drei Hirten sowie die Heiligen Könige vor. Wir beginnen mit dem wandernden Ehepaar, so dass sich Maria und Josef schon zu Beginn der Adventszeit  auf den Weg zur Krippe machen können. Dann werden Schafe entstehen, ein Eselchen und am dritten Abend werden wir die Hirten erarbeiten. Der vierte Abend gehört dem Zubehör, dem Jesuskind, seiner Krippe und dem Öchschen. Am letzten Abend werden die heiligen Könige ausgestattet. Die Abende sind gefüllt mit kreativer Arbeit, Gesprächen und ein wenig Entspannung.  Nach jedem Abend erhältst Du eine Begleit-PDF von mir mit den jeweiligen Arbeitsschritten. Filzinar-Teilnehmerinnen können sich danach anmelden, um ein Jahr lang regelmäßig kleine jahreszeitliche Anleitungen passend zu den erlernten Techniken zu erhalten. Am Ende des Filzinars hast du Erfahrungen mit dem Nadelfilzen und mit Nassfilzen gemacht.
– Es steht auch ein Materialpaket zur Verfügung für 18 Euro – dann bitte bis 31.10 anmelden. Du kannst dich zwischen einer Figurengröße von 12 oder ca. 16cm entscheiden, je nach Platzangebot.
Wann? –– 03., 10., 17. und 24. November und 1. Dezember –  immer 20 bis 22 Uhr

Wo? Live-Filzinar auf deinem Computer

Preis? 96,- Euro

Anmeldung? info@wollwerkerin.de oder über das Kontaktformular

 

 

Noch mehr Informationen unter https://wollwerkerin.de/filzkurse-termine-und-orte/?et_fb=1&PageSpeed=off

Einladung zum Kürbisfilzen

Einladung zum Kürbisfilzen

Nadelfilzen

Wie versprochen, zeige ich dir heute wie du aus deinem Jahreszeitentisch ein Kürbisfeld machen kannst.

Wenn du ein Kürbiskind aus Märchenwolle mit der Nadel filzen möchtest, dann brauchst du kürbisfarbene Märchenwolle, Wolle in Grün, Hautfarben und Braun. Außerdem benötigst du Filznadeln verschiedener Stärke sowie einen kleinen Schwamm als Unterlage.

Beginne mit der hautfarbenen Wolle. Teile einen Strang Wolle ab und knote  diesen in der Mitte. Über den Knoten wird das obere Band geklappt und unter dem “Kinn” mit einem Wollfädchen abgebunden. Fertig ist der Kopf. Die Überstehende Wolle wird nun mit der Filnadel zu einem Bauch festgenadelt. Ist die Form stabil, wickelst du Schicht für Schicht Kürbiswolle um den Bauch und Nadelst jede Schicht fest – bis der Kürbis groß genug ist. Jetzt werden die Segmente mit grüner Wolle und der Filnadel vertieft.

Zum Schluss bekommt das Kürbiskind eine Frisur aus brauner Wolle sowie ein Mützchen aus grüner Wolle.

Nassfilzen

Die Kürbisfrüchte filzt du nass. Dazu brauchst du neben der Märchenwolle Wasser und Seife, ein Handtuch, Stickgarn und eine große Nähnadel.

Auch beim Nassfilzen arbeitest du Schicht für Schicht. Doch zu Beginn wickelst du wieder einen Kern. Diesen tauchst du in Seifenwasser ein und legst dann schichtweise die Wolle auf – das Anfeuchten nicht vergessen.
Wenn die passende Größe erreicht ist (immer daran denken, die Wolle schrumpft noch) kann die Kürbiskugel mit gut eingeseiften Händen erst behutsam, und dann immer fester, gefilzt werden.

Wenn sich die Kugel anfühlt wie eine reife Birne, sich noch leicht eindrücken lässt, beendest du den Filzvorgang. Nun kannst du den Kürbis auswaschen und gut abtrocknen.

Danach werden die Segmente mit Stickgarn abgeteilt. Zum Schluss den Stiel aus Stickgarn anhäkeln – Viel Erfolg!

Wenn du mehr über das Filzen erfahren willst – dann schau doch mal bei meinen Filzkursen vorbei oderlerne aus meinem Buch “Filzen – 100 kleine und große Projekte”

Fertige Wollwerke findest Du im Shop

Kürbis aus dem Garten und aus Märchenwolle

Kürbis aus dem Garten und aus Märchenwolle

Langsam macht sich der Herbst nicht nur im Kalender bemerkbar. Und so macht die Ernte im Garten ebensoviel Freude wie die “Ernte” auf dem Filztisch. Kleine Kürbisfreunde sind mit der Filznadel aus Märchenwolle entstanden und betrachten neugierig die Produkte aus dem Garten. Heute soll es Kürbissuppe geben – und ein kleines Stück Kürbis wird für Ofengemüse aufgehoben werden.

Die kleinen Kürbisfreunde findet ihr im Shop, das Rezept für unsere Kürbissuppe schreib ich gleich hier für euch auf und morgen zeige ich im Blog, wie man eine Kürbisfrucht für den Jahreszeitentisch filzt – mal mit der Filznadel, mal mit Wasser und Seife -aber immer mit Märchenwolle.

Für die Kürbissuppe aus dem Haus am Wald braucht ihr 1kleinen Hokaidokürbis, 2 Möhren, ein Stück frischen Ingwer, Sellerie mit Kraut, 1 Stange Lauch, Kartoffeln, Gemüsebrühe, Lorbeerblätter, 1 Nelke, Salz, etwas helles Öl, etwas Curry und eine kleine Peperoni. Wenn kleine Kinder mit am Tisch sitzen sollte man die Peperoni wegen der Schärfe weglassen. Was mich am Hokaido so begeistert ist, dass man ihn nicht schälen muss. So kann ich ihn einfach spalten, Kerne entfernen und so viel Fruchtfleisch verarbeiten, wie ich brauche. Ohne Kerne, in ein Bienenwachstuch gewickelt, hält der Kürbis viele Tage.

So, erst alle Gemüse gut waschen, ggf. schälen und in grobe Stücke schneiden. Dann im Topf etwas Öl erhitzen und Lorbeerblätter, Curry und Nelke anrösten. Nun das grob geschnittene Grün des Sellerie mit anrösten, alles mit Gemüsebrühe ablöschen. Jetzt den Kürbis und die anderen Zutaten in die Brühe geben, alles zusammen etwa 20 Minuten köcheln lassen. Ich fische dann die Lorbeerblätter und die Nelken aus der Suppe, püriere alles zusammen und salze erst jetzt. Verfeinern kann man die cremige Suppe – je nach Wunsch und guter Laune – mit Kokosmilch oder Sahne oder Kürbiskernöl. Wer will kann noch gehackte und geröstete Haselnüsse darüberstreuen oder gebratene Pfifferlinge dazu geben.

Guten Appetit

Familie Zwerg

Familie Zwerg

Jetzt im September ist die richtige Zeit gekommen sich auf den Herbst und die Zwergenzeit auf dem Jahreszeitentisch vorzubereiten. Deshalb findet ab dem 15. September ein neues Filzinar statt. Wir erarbeiten mit verschiedenen Vlieswollen die Zwerge als “Märchenwolle-Figuren” für euren Zwergentisch. Es wird an 4 Abenden Zeit sein, sich eine Familie Zwerg zu erarbeiten und sich dabei im Nass- und Trockenfilzen zu üben. Wir beginnen mit dem Schulkind und dem Zwergebaby. Dann wird die Zwergenmutter und zum Schluss ein Zwergenvater entstehen. Wir werden ein Puppenwägelchen erarbeiten und auch die Zwergenmützen nass filzen. Die 4 Abende sind gefüllt mit kreativer Arbeit, Gesprächen und ein wenig Entspannung.  Nach jedem Abend erhältst Du eine Begleit-PDF von mir mit den jeweiligen Arbeitsschritten. Filzinar-Teilnehmerinnen können sich danach anmelden, um ein Jahr lang regelmäßig kleine jahreszeitliche Anleitungen passend zu den erlernten Techniken zu erhalten. Es steht auch ein Materialpaket zur Verfügung für 12 Euro – dann bitte bis 10.09. anmelden. Ihr könnt zwischen den Kleidungsfarben braun, grün oder grau wählen und die Mützenfarbe selbst bestimmen.
Wann? –– 15., 22. und 29. September und 06. Oktober –  immer 20 bis 22 Uhr

Wo? Live-Filzinar auf deinem Computer

Preis? 78,- Euro

Anmeldung? info@wollwerkerin.de oder über das Kontaktformular

Mehr Informationen zum neuen Filzinar findet ihr hier: Filzkurse und mehr

Was ist eigentlich Märchenwolle?

Was ist eigentlich Märchenwolle?

Um den Ursprung des Begriffs Märchenwolle ranken sich einige Geschichten. Belegt ist, dass Wolle unter diesem Namen seit den 70er Jahren in Arbeitsheften und Unterlagen zur kreativen Betätigung in Waldorfkindergärten und Waldorfschulen benutzt wurde, sich von dort etabliet hat. Sicher ist auch, dass es von Anfang an um pflanzengefärbte Wollen ging. Märchenwolle ist in Bezug auf die Schafwolle eigentlich keine Qualitätsbezeichnung sondern ein Begriff, der die zukünftige Verwendung beschreibt.. Märchenwolle wurde eher nicht als Nassfilzmaterial gedacht. Vorzugsweise wurden einheimische Wollsorten, oft von kleinen Schafherden, verarbeitet und dabei waren die Nassfilzeigenschaften der Wolle nicht das zentrale Auswahlkriterium. Die Wolle wurde zudem oft mit Pflanzenfarben eingefärbt, was häufig die Filzbarkeit zusätzlich beeinträchtigt hat. Da aus diesem Material vor allem Märchenwollebilder gelegt und Figuren gewickelt wurden, musste die Wolle stabil sein, formbar und dennoch leicht und luftig. Es gibt – außer der Anforderung, dass die Wolle mit pflanzenfarben gefärbt werden kann – keinerlei Qualitätsaussagen oder Anforderungen zum Ursprung der Wolle. Letztendlich ist der Begriff “Märchenwolle” ein liebevolles Kunstwort.

Was man alles aus Märchenwolle entstehen lassen kann, das erzähle ich euch in einem weiteren Blogbeitrag.

Märchenwollebild Zwergenwald, 2001
Kirschensommer

Kirschensommer

Was wäre ein Sommer ohne Kirschen? Seit meiner Kindheit sind Kirschbäume und ihre Früchte für mich das Sommerglück. Ich erinnere mich noch wie heute an die ersten Kletterversuche, bei denen meine Großmutter meinen Großvater beschimpft hat, weil er mir das Klettern erlaubte. Mutig sein und mal was riskieren, das habe ich vom Kirschbaum gelernt. Ich schmecke heute noch die Frische, die in diesen Früchten steckte, sehe die kleine Maden vor mir, die wir natürlich nicht mitgegessen haben und freue mich jedes Mal, wenn mir wieder ein „Pärchen“ in die Finger fällt, weil Kirschenpärchen meine ersten Ohrringe waren.

So konnte es nicht ausbleiben, wenn diese Früchtchen Modell stehen für eine neue Märchenwollfigur. Welche Erinnerungen wecken Kirschen denn so bei euch? Ich freue mich auf eure Erlebnisse rund um die Kirsche.

Schwimmen muss man einfach können

Schwimmen muss man einfach können

In den letzten Tagen lese ich so viel über Kinder, die nicht schwimmen können. Das hat sicherlich viele Gründe, nicht zuletzt wegen der coronabedingten Zwangspausen. Doch ganz egal was die Ursachen sein mögen, wer den Sommer genießen will, sollte schwimmen können. Es ist ein wenig, wie Fahrradfahren oder Laufen, was ich motorisch einmal verinnerlicht habe, das verlerne ich nicht mehr. Der Effekt ist noch verblüffender – ich muss ja noch nicht einmal darüber nachdenken, welche Bewegungen ich machen muss, um voranzukommen. Wer schwimmen kann, der kann unbesorgt im Wasser planschen, das Tauchen erlernen und sich vielleicht sogar auf die Suche nach dem kleinen Wassermann machen. So manches Kind ist durch die Monate des Rückzugs eher verzagt, das Selbstbewusstsein ist geschwunden. Was haltet ihr von guten Geschichten, die den Bewegungsdrang wieder entfachen, den Forschergeist und den Mut wieder erwecken. Eine herrliche Geschichte, die das Wasser als Lebensraum beschreibt und kleinen Menschenkindern Mut macht das Schwimmen zu erlernen, ist „der kleine Wassermann“. Einfach vorlesen und  danach einen Schwimmkurs machen. So wird der Sommer ein Vergnügen, welches die Kinder wieder stark macht!

Morgen schwimmt der Wassermann in den Shop!

Zartes für die Pfingsttage

Zartes für die Pfingsttage

Zarte Vögelchen für ein Mobile habe ich nass gefilzt. Zwölf an der Zahl sollten es sein und eigentlich hatte ich die kleinen Täubchen für den Jahreszeitentisch an Pfingsten gearbeitet. Als sie dann in dem kleinen Himmelsring hingen dachte ich, dass die zarten Farben und die luftigen Wesen sehr beruhigend wirken können. Über einer Wiege können sie den Blick fangen und Ruhe spenden. Und über einem Schreibtisch, der sonst sehr fordernd sein kann, helfen sie vielleicht dabei, dass man ab und zu den Kopf in den Nacken legt und den Augen eine Pause gönnt. Ich hab es ausprobiert – es entspannt.

Zu finden sind die zwölf im Shop

Bewährtes…

Bewährtes…

Im Jahr 2008 entstand diese kleine Schneefee und wanderte damals als eine meiner ersten Werke ins Internet. Kurz darauf hat mir eine befreundete Künstlerin – Gabriele Roettgers – ein Aquarell zugeschickt mit meiner Schneekönigin als Motiv. Mich hat nicht nur die Geste so berührt, dieses Bild war genau das, was ich immer gesucht habe. Und so wurde aus diesem kleinen Bild mein “Wollwerkerin-Logo”. Es begleitet mich schon viele Jahre und hat sich für mich bewährt. Es steht nicht nur für meine persönlichen Entwicklungen und Lernwege sondern vor allem für meinen Stil. Mir ist die Qualität, Langlebigkeit und Ausdruckskraft meiner Figuren wichtig. Der Jahreszeitentisch ist keine Mode für mich sondern ein Herzensanliegen. Und deshalb möchte ich möglichst vielen Familie das Arbeiten mit der Wolle nahe bringen. Der Jahreszeitentisch steht für Entwicklungen im Jahreslauf, darüber hinaus aber auch für Entwicklungen der Kinder, der Beziehungen, für Lernen und Austausch. Beständigkeit im Wandel anzubieten ist ein Lebensthema für uns alle. Diese Idee lässt mich seit vielen, vielen Jahren nicht los. Und so darf ein ganz frühes Bild immer wieder Impulse setzen für den stetigen Wandel.

Herzlichen Gruß

Farbenfroh

Farbenfroh

Gerade brauchen wir alle mehr Farbe. Noch lässt sich die Sonne zu selten sehen und irgendwie will es noch nicht recht warm werden. Da tragen helle Farben sehr dazu bei, meine Stimmung aufzuhellen. Wofür die Zahl 7 auch immer stehen mag, für mich sind diese Zwerge aus dem Märchen ein Symbol für Lebensfreude, Rhythmus, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft. Wie sie das geschafft haben, auf so engem Raum zu leben und sich nicht gegenseitig das Leben schwer zu machen, wird leider im Märchen nicht beschrieben. Mich bedrückt die zunehmend gereizte Stimmung um mich herum schon sehr. Der Filztisch wird da zur Insel, auf der sich gleichgesinnte Menschen treffen und entspannt kreativ sein können. Wenn ich mit den Händen arbeiten kann und dabei noch mein Kopf gebraucht wird, ist das nicht nur Ablenkung. In den kommenden Tagen werde ich ein paar Wochenend-Filzinare vorstellen, damit auch meine Besucherinnen diesen Entspannungseffekt miterleben können.  

Die kleine Truppe findet sich übrigens hier im Shop